Polylog 1 – Urban Gardening Friedensprojekt & Alevitentum

Wir machen uns auf zum Treffen mit der Alevitischen Gemeinde in Wuppertal!

Das wichtigste Buch zum Lesen ist der Mensch selbst.
– Hacı Bektaş Veli (1209-1295)

Das Alevitentum interessiert uns als humanistische und universalistische Religion ohne Absolutheitsanspruch. Zudem ist es keine ausgesprochene Buchreligion: Koran, Bibel, die Thora und die Psalmen aber auch Dichtung haben alle den gleichen Stellenwert. Für die Aleviten „offenbart sich der Schöpfer in der Schöpfung“, sie ist heilig und muss geschützt werden. So wundert es nicht, dass sie sich im interreligiösen Abrahamischen Forum für Naturschutz und Artenvielfalt engagieren.

Wir brauchen ein verändertes Verständnis von Natur und Umwelt. Es erfordert, nicht nur an die eigenen Kosten und Nutzen zu denken, sondern Natur als ein unersetzbares Gut zu sehen, welches auch für unsere Nachwelt zu bewahren ist. Die ökologische Krise ist somit auch eine ethische Herausforderung!

Für etwa 80% der Weltbevölkerung spielt Religion eine Rolle in ihrem Leben. Die Integrität der Natur zu achten und zu bewahren ist eine wesentliche Botschaft aller Religionen. In der gemeinsamen Erkenntnis der Religionsgemeinschaften hinsichtlich der Bedeutung des Lebens und der Natur liegt somit ein Schlüssel zu einem nachhaltigeren Umgang mit der Natur.

https://abrahamisches-forum.de/projekte/religionen-fuer-biologische-vielfalt/

Interreligiöses Zusammenwirken im Bereich Naturschutz und gemeinsame religiöse Feste dienen dem besseren Kennenlernen untereinander, dem Frieden miteinander und mit der Natur. In diesem Sinn sind wir gespannt, alevitische Feste, Traditionen und Rituale rund um die Schöpfung sowie das Urban Gardening Friedensprojekt bei unserem Treffen am 6. Juni näher kennenzulernen. Hier ein paar Eindrücke!