Ausstellung „das wERDEn aus dem nICHts ist leben“ in der Färberei, Wuppertal

Für Freitag, den 24. September lädt plan e: planet erde ab 17 Uhr in die Färberei ein: Der Abend erkundet in vielseitigen Annäherungen das Zusammenspiel von ERDE, BODEN, KUNST und LEBEN.

Um 18 Uhr stellt die Vernissage in der Färberei die Ausstellung „das wERDEn aus dem nICHts ist leben“ der Künstlerinnen Gisela Kettner und Andrea Franke vor, eröffnet sie mit musikalischem Klängen von André Füsser (Materialklang) und einer Forschungsstation Bodenleben mit Michael Felstau, die schon ab 17 Uhr erkundet werden darf. All dies lädt zu Erderfahrungen, Austausch und Gesprächen ein, mit dem plan e-Kernteam, Vertreter*innen der plan e-Stationen und allen Interessierten.

Zur Ausstellung:

„Ausstellung „das wERDEn aus dem nICHts ist leben“ in der Färberei, Wuppertal“ weiterlesen

Hochbeet [plan · e]: planet erde – Heimat Wildnis

Am Sonntag, dem 5. September lädt [plan · e] im INSEL e.V./ Café ADA ab 15 Uhr zum Offenen Atelier „Die Rechte der Pflanzen“ ein. Der INSEL Kulturgarten wird an dem Nachmittag sein erstes diverses Hochbeet bekommen. Dazu sollt ihr gerne einen Beutel rohe Gartenerde aus eigenem Garten mitbringen, mit all den darin enthaltenen verborgenen Samen oder eine besondere Pflanzenspende für uns. Erzählt uns eure Geschichte zu der Erde oder Pflanze.

Anregung sind für uns zwei Kunstprojekte:

„Die Besucher sind eingeladen, sich einen kleinen „Garten“ auf dem Bürgersteig vor philomena+ anzusehen, der nicht vorgibt, ein weiterer kontrollierter Garten zu sein, in dem wilde und invasive/exotische Pflanzen stehen und nach Belieben wachsen können. Anhand dieser Pflanzen wird die Geschichte ihrer Einwanderung und die späteren Auswirkungen auf ihre Umgebung thematisiert. Und da sich die Menschen zusammen mit ihren Pflanzen ständig bewegen, sind sie auch eingeladen, ihre eigene Pflanze mitzubringen und ihre Geschichte zu erzählen.“

Übersetzt mit deepl von https://philomena.plus/…/alaa-abu-asad-1-the-assembly…/

Ein schönes Projekt direkt im Bundestag von Hans Haake, das uns zu unserem Hochbeet inspiriert hat: https://derbevoelkerung.de/

Seit 2000 sind alle Bundestagsabgeordneten eingeladen, aus ihrem Wahlkreis einen Zentner Erde nach Berlin zu bringen und um die Widmung DER BEVÖLKERUNG auszustreuen. Das im Laufe der Zeit frei wachsende Biotop soll unangetastet bleiben. Eine mit dieser Webseite verbundene Webcam liefert zwei Mal täglich ein aktuelles Bild des Innenhofes. Schauen Sie sich die Bilder der letzten 30 Tage hier an. https://derbevoelkerung.de/webcam/

Emanuele Coccia: Die Wurzeln der Welt

Pflanzen verwandeln Kohlenstoff und Sonnenlicht in Leben. Darin liegt die eigentliche Alchemie des Lebendigen. In den Pflanzen gründet das, was wir Welt nennen.

گیاهان کربن و نور خورشید را به زندگی تبدیل می کنند. این همان جایی است که کیمیاگری واقعی موجودات زنده نهفته است. چیزی که ما به آن دنیا می گوییم در گیاهان استوار است.

Pflanzen habe keine Augen – und können dennoch sehen. Pflanzen haben kein Gehirn – und besitzen dennoch ein Gedächtnis. Pflanzen haben eine Vorstellung davon, wo sie sich befinden, denn ihre Wurzeln weichen Hindernissen nicht nur aus, sondern sie tun das auf vernünftige Weise. Müssen sie dann nicht über eine Art Selbstbewusstsein verfügen? Pflanzen haben Intelligenz und sprechen in Dialekten, so dass eine Sonnenblume aus Europa nicht unbedingt die Signale einer aus den USA versteht. All das ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Natur ist für uns das, was nicht wir selbst sind, sondern das uns umgibt und das unterworfen und kontrolliert gehört – und für die Industrie ist Natur eine Art Plantage, formalisier- und skalierbar, folglich denaturierte Natur. In der industriellen Landwirtschaft begegnen wir der maximalen Entfremdung unserer Kultur von der Natur. Die Folgen sind Nitrat im Trinkwasser und der Zusammenbruch ganzer Populationen. Dass Pflanzen, Insekten und Tiere im Anblick der Agrarsteppe mit bedrohlicher Geschwindigkeit die Segel streichen, ist ein mehr als deutlicher Hinweis dafür, dass unser Naturverständnis Natur gerade nicht adäquat abbildet, ganz im Gegenteil.

Die Ersten, die die Erde besiedelten und bewohnbar machten, waren Organismen, die zur Photosynthese fähig waren:

 Umgekehrt ist die Photosynthese ein großes atmosphärisches Labor zur Umwandlung von Sonnenenergie in lebendige Materie. In gewisser Hinsicht haben die Pflanzen das Meer nie verlassen: Sie haben es dahin gebracht, wo vorher keines war.“

برعکس ، فتوسنتز یک آزمایشگاه بزرگ جوی برای تبدیل انرژی خورشید به ماده زنده است. به تعبیری ، گیاهان هرگز دریا را ترک نکرده اند: آنها آن را به جایی رسانده اند که قبلاً وجود نداشته است. „

Sie nehmen Wind und Insekten in ihren Dienst

Pflanzen sind die großen Magier des Lebens. Nicht nur, dass sie das Kunststück fertigbringen, Kohlenstoff und Sonnenlicht zusammen mit Wasser in Leben zu verwandeln – darüber hinaus versetzen sie offenbar auch noch ganze Meere. Pflanzen bilden Welt – und sie leben an zwei Orten – in der Erde und in der Luft. Sie sind amphibisch. Wiewohl selbst an einen Ort gefesselt, haben sie es verstanden, Wind und Insekten in ihren Dienst zu nehmen, um sich über den gesamten Erdball auszubreiten und das Antlitz des Planeten entscheidend zu prägen.

گیاهان جادوگران بزرگ زندگی هستند. آنها نه تنها شاهکار تبدیل کربن و نور خورشید، به زندگی را همراه با آب مدیریت می کنند – بلکه ظاهرا کل دریاها را نیز حرکت می دهند. گیاهان جهان را تشکیل می دهند – آنها در دو مکان زندگی می کننددر زمین و در هوا. دوزیست هستند. گرچه خودشان به یک مکان گره خورده اند ، اما درک کرده اند که چگونه از باد و حشرات برای پخش شدن در کل کره زمین و شکل گیری قاطع صورت آن استفاده می کند.

„Allein schon durch ihre Existenz verändern Pflanzen ganz global die Welt, ohne sich dabei auch nur zu bewegen, ohne überhaupt zu handeln. Sein bedeutet für sie Welt machen, und umgekehrt ist die Konstruktion von (unserer) Welt, das Weltmachen, nur ein Synonym für das Sein. Und nicht nur die Pflanzen versuchen sich in dieser Koinzidenz: Bei den Organismen ist sie noch viel eindeutiger zu sehen. Damit müssen wir diese Erkenntnis verallgemeinern und schlussfolgern, dass die Existenz jedes Lebewesens notwendigerweise ein kosmogonischer Akt ist.“

„گیاهان فقط به دلیل وجودشان، جهان را در مقیاس جهانی تغییر می دهند، حتی بدون حرکت، حتی بدون اقدام. از نظر آنها ، بودن به معنای ساختن جهان است و بالعکس ، ساختن جهانِ (ما) ، ساختن جهان ، فقط مترادف وجود است. و فقط گیاهان نیستند که این همزمانی را امتحان می کنند: این امر در موجودات بسیار واضحتر دیده می شود. با این کار ما باید این دانش را تعمیم دهیم و نتیجه بگیریم که وجود هر موجود زنده ای لزوماً یک عمل جهان وطنی است. „

Auch Coccias Essay verhilft uns zu einem integralen oder systemischen Blick auf Pflanze, Welt und Dasein. Nichts in der Welt lässt sich von dem, wovon es beherbergt wird, trennen – weder die Welt von der Pflanze, noch die Pflanze von der Welt. Alles steht mit allem in einem unauflösbaren Zusammenhang – und alles ist in allem enthalten. In den Worten des italienischen Philosophen: Was umfängt, wird umfangen – und was umfangen wird, umfängt.  Ein unauflösbares Verhältnis, das wir Klima nennen.

Leben bedeutet nun nicht nur immer: zusammenleben, es bedeutet zugleich ineinander leben. Anders ausgedrückt: Was lebt, wechselt unentwegt den Stoff.

زندگی فقط به معنای همیشه این نیست: زندگی مشترک ، به معنای زندگی در یکدیگر است. به عبارت دیگر: آنچه زنده و تازه است دائماً مواد خود را تغییر می دهد.

Wir werden von allem durchquert, so, wie wir unsererseits alles durchqueren – das zeigt der allgegenwärtige Metabolismus des Seienden ebenso wie der Umstand, dass das, was es gibt, aus genau dergleichen Materie besteht, aus der wir selbst bestehen.

همه چیز از درون ما عبور می کند، همانطور که ما به نوبه خود از همه چیز عبور می کنیم – این متابولیسم همه جانبه موجودات این واقعیت را نشان می دهد که آنچه وجود دارد دقیقاً از همان ماده ای تشکیل شده است که خود ما از آن تشکیل شده ایم.

Wenn es aber das Zusammen- und gar Ineinander-Leben ist, was Natur als solche kennzeichnet, dann sind damit doch gerade Fragen der Kultur verknüpft.

اما اگر زندگی مشترک و حتی در دیگری است که طبیعت را به این شکل توصیف می کند، پس پرسش های فرهنگ با آن مرتبط است.

Wie zusammen und wie ineinander leben?

Coccia nennt dieses Gebilde, oder, besser: Gewebe des radikalen mit und ineinander Vermengt-seins die eigentliche Ursuppe: „Die Pflanzen sind die Ursuppe der Erde, und sie ermöglicht es, dass die Materie Leben werden und das Leben sich zur rohen Materie zurückverwandeln kann. Diese radikale Mischung, die alles an ein und demselben Ort existieren lässt, ohne Formen und Substanzen zu opfern, nennen wir Atmosphäre.“

„گیاهان سوپ ابتدایی زمین هستند و باعث می شوند ماده به حیات تبدیل شود و زندگی دوباره به ماده خام بازگشت بپذیرد. این مخلوط رادیکال ، که اجازه می دهد همه چیز در یک مکان و بدون فدا کردن اشکال و مواد وجود داشته باشد ، همان چیزی است که ما به آن جو می گوییم.

Die Atmosphäre ist für Coccia die aristotelische Quintessenz der Welt, ihr Äther und Wesentliches, in der alles miteinander verbunden und alles in allem ist. Nichts ist ontologisch vom Rest getrennt. Wie das verstanden werden muss, lässt sich am Bild des Meeres veranschaulichen, am Bild der Atmosphäre, am Bild der Materie.

از نظر کوچا ، جو، چهارپایه ارسطویی جهان است، اِتر و ذات آن است، که در آن همه چیز و در هم و به هم پیوسته است. از نظر هستی شناختی هیچ چیز از بقیه جدا نیست. چگونگی درک این موضوع را می توان با تصویر دریا ، تصویر جو ، تصویر ماده نشان داد.

Coccias Sichtweise ist ein Schlag gegen die Behälterlogik der mathematisierten Naturwissenschaften, wo ein Raum halluziniert wird, in dem die Welt, die Pflanzen und wir selbst wie in einem Blumentopf enthalten sind – dabei logisch streng voneinander getrennt. Aber die Welt ist nicht im Raum, vielmehr ist der Raum in der Welt. Coccia spricht von einer Verschwörung der Ideen und Dinge.

دیدگاه کوچا ضربه ای است علیه منطق نگه دارنده علوم طبیعی حساب شده و ریاضی وار، فضایی که در آن جهان، گیاهان و خود ما مانند یک گلدان گل وجود دارند اما دچار توهم می شود که همگی کاملاً منطقی از یکدیگر جدا شده اند. اما جهان در فضا نیست ، بلکه فضا در جهان است. کوکیا از توطئه ای در ایده ها و چیزها صحبت می کند.

„Nie werden wir von der Welt getrennt sein können: Alles Lebendige formt sich aus derselben Materie, aus der Berge und Wolken bestehen. Das Eintauchen ist ein materielles Zusammentreffen, das unter unserer Haut beginnt. Deshalb brauchen auch die Organismen nicht aus sich selbst herauszugehen, um das Gesicht der Welt umzugestalten; sie brauchen nicht zu handeln, zu ihrer „Umwelt“ zu gehen, brauchen sie nicht einmal wahrzunehmen: Allein durch ihr bloßes Sein formen sie den Kosmos. In-der-Welt-Sein bedeutet zwangsläufig Welt machen.“

„ما هرگز قادر به جدا شدن از دنیا نخواهیم بود: هر چیز که زندگی می کند از همان ماده ای تشکیل شده است که کوه ها و ابرها از آن تشکیل شده اند. غوطه وری (در هستی یا این اتر) یک برخورد مادی است که از زیر پوست ما شروع می شود. به همین دلیل موجودات زنده برای شکل دادن به چهره جهان مجبور نیستند از خود خارج شوند. آنها نیازی به عمل، رفتن به “ شرایط محیطی“ خود و حتی نیازی به درک ندارند: آنها کیهان را از طریق وجود خود شکل می دهند. حضور در جهان، ناگزیر به معنای ساختن جهان است. „

Nicht nur wir fühlen uns irgendwie an, das tun neben uns Tieren auch die Pflanzen: Sie fühlen sich in ihrem Dasein irgendwie an. Sie verfügen über innere Zustände, die ihre Reaktionen auf die Umwelt mitbestimmen und einfärben.

نه تنها به نوعی احساس می کنیم ، بلکه گیاهان و حیوانات نیز چنین احساسی دارند: آنها به نوعی در وجود خود احساس می کنند. آنها حالات درونی دارند که به تعیین و رنگ آمیزی واکنشهای آنها در برابر محیط کمک می کند.

Damit soll gesagt sein, dass in uns und in den Pflanzen mehr steckt, als Botanik und Biologie aussagen können. Wir mögen noch so viele physikalische und chemische Details sammeln und sichten – auf diese Weise lässt sich nie hinter das Geheimnis des mehr kommen. Mit einem alten, inzwischen ungebräuchlich und sogar als obsolet begriffenen Wort können wir dieses mehr als Geist bezeichnen.

Coccia bietet in seinem Essay eine elegante Lösung an. Wenn wir uns fragen, welche Rolle das Bewusstsein im Universum spielt, dann lautet seine Antwort: Materie hängt vom Geist ab. Und mit einer weiteren Wendung: Wenn Geist aus der gleichen Materie wie Wolken und Berge besteht, warum sollten Berge und Wolken und überhaupt Materie dann umgekehrt keinen Geist besitzen? Eine Pflanze, so formuliert es der italienische Philosoph, ist eine Maschine, die die Erde an den Himmel bindet.

کوکیا در مقاله خود یک راه حل زیبا ارائه داده است. اگر از خود بپرسیم که آگاهی چه نقشی در جهان دارد ، پاسخ آن این است: ماده به روح بستگی دارد. و با یک پیچ و تاب دیگر: اگر روح از ماده ای همان ابر و کوه تشکیل شده است ، چرا کوه ها و ابرها و ماده به طور کلی نباید روح داشته باشند؟ گیاه ، همانطور که فیلسوف ایتالیایی می گوید ، ماشینی است که زمین را به آسمان می بندد.

„Jede Pflanze erfindet und eröffnet, so scheint es, einen kosmischen Plan, in dem kein Gegensatz besteht zwischen Materie und Fantasie, zwischen Vorstellung und Selbstentwicklung. Der Gedanke von einer Sphäre absoluter Kongruenz von Körper und Bewußtsein, von Bild und Materie, war der Biologie nie fremd; seine moderne Ausformulierung ist der Genbegriff. Sehr verbreitet war er in der Philosophie und Medizin der Renaissance. (…) Anders gesagt: Es gibt ein materielles, aber nicht neuronales Gehirn, einen Geist, der der organischen Materie an sich innewohnt. Durch das Leben kann die Materie Geist werden – indem sie zu leben beginnt. Die ersichtlichste Form dieser elementaren Form der „Zerebralität“ verkörpert der Samen.“

„به نظر می رسد ، هر گیاهی یک نقشه کیهانی را از خود می سازد و باز می کند که در آن هیچ تضادی بین ماده و خیال ، بین تخیل و تغییر و تحول فردی نیست. ایده کره ای از همخوانی مطلق بدن و آگاهی ، تصویر و ماده ، هرگز با زیست شناسی بیگانه نبود. فرمولاسیون مدرن آن اصطلاح ژن است. این در فلسفه و پزشکی دوره رنسانس بسیار رایج بود. (…) به عبارت دیگر: یک مغز ماده ای وجود دارد، اما نه عصبی، روحی که ذات ماده آلی است. از طریق زندگی ، ماده می تواند روح شود – با شروع زندگی. بارزترین شکل این شکل ابتدایی „مغز“ در دانه تجسم یافته است. „

Im Samen fallen Wissen und Wesen zusammen. Begreifen wir das Gehirn nun als eine Form des Samens – woran Begriffe wie „Seminar“ erinnern – zeigt sich das nicht-anatomische Wesen des Gehirns. Es ist kein Organ, vielmehr sind der Geist oder das Bewusstsein ein Merkmal der Materie. Wissen und Denken dürfen nicht in einem Organ wie dem Gehirn vom Rest des Ganzen separiert, Wissen und Denken müssen vielmehr mit der Materie als vollkommen kongruent gedacht werden. Darin liegt der Clou, wenn behauptet wird, dass Leben Ineinander-Sein bedeutet oder: dass alles von allem durchquert wird und selbst durchquert. In diesem Sinn lässt sich mit Coccia sagen, dass Vernunft Sexualität ist.

دانش و ذات در بذر اتفاق می افتد. اگر اکنون مغز را به عنوان شکلی از مایع منی درک کنیم – اصطلاحاتی مانند „سمینار“ یادآور آن است – ماهیت غیر آناتومیکی مغز آشکار می شود. این یک ارگان نیست ، بلکه ذهن یا شعور از ویژگی های ماده است. دانش و تفکر را نباید در اندام مانند مغز از بقیه کل جدا کرد ، بلکه دانش و تفکر را باید کاملاً متناسب با ماده دانست. این کلیدی است که ادعا می شود زندگی به معنای بودن در یکدیگر است یا: اینکه همه چیز توسط همه عبور می شود و از خود عبور می کند. به این معنا ، می توان از کوچا استفاده کرد و گفت که دلیل ، جنسیت است.

„Wo es eine Form gibt, gibt es einen Geist, der Materie strukturiert, das heißt, die Materie existiert und lebt als Geist. Das Pflanzenleben ist nie ein rein biologisches Faktum: Es ist Ort der Ununterscheidbarkeit von Biologie und Kultur, von Materie und Kultur, von Logos und Ausdehnung.“

„جایی که شکلی وجود دارد ، ذهنی وجود دارد که ماده را ساختار می دهد ، یعنی ماده وجود دارد و به عنوان ذهن زندگی می کند. زندگی گیاهان هرگز یک واقعیت کاملاً بیولوژیکی نیست: این مکانی است غیر قابل تشخیص بین زیست شناسی و فرهنگ ، بین ماده و فرهنگ ، بین منشا عقل عالم وجود (لوگوس) و دیدن فضا (ابعاد فضایی یک جسم). „

Geist ist der Ort, wo Physik in Metaphysik umschlägt.

Die Allbeseeltheit verlangt, dass wir uns mit der Erde unbedingt solidarisch zeigen.

روح و جان خواستار این است که ما همبستگی خود را با زمین نشان دهیم.

Allerdings sind es die für die Photosynthese verantwortlichen Chloroplasten und die in der Wurzel wirkenden Plastiden, die offenbaren, dass wir wie alles Organische und Lebendige an das Energiezentrum der Sonne gebunden sind.

با این حال ، این کلروپلاست های مسئول فتوسنتز و پلاستیدهایی است که در ریشه کار می کنند و نشان می دهد که ما ، مانند هر چیز ارگانیک و زنده ، به مرکز انرژی خورشید وابسته هستیم.

„Dank der Pflanzen wird die Sonne zur haut der Erde, ihre äußerste Schicht, und die Erde wird ein Gestirn, das sich von Sonne ernährt, sich aus ihrem Licht konstruiert. Sie verwandeln das Licht in organische Substanz und machen das Leben zu einem prinzipiell solaren Faktum.“

„به لطف گیاهان ، خورشید به پوست زمین ، بیرونی ترین لایه آن تبدیل می شود و زمین به ستاره ای تبدیل می شود که از خورشید ساخته شده و از نور آن ساخته شده است. آنها نور را به ماده آلی تبدیل می کنند و زندگی را به یک واقعیت اساسی خورشیدی تبدیل می کنند. „

Es ist das Leben selbst, dass heliozentrisch organisiert ist. Aus diesem Grund hält Coccia den mit Nietzsche ubiquitär gewordenen Geozentrismus als „Treue zur Erde“ für verfehlt. Dieser setzte ja auch eine autonome Erde voraus, die es aber nicht gibt. Die Erde ist von der Sonne nicht zu trennen.

این زندگی است که به صورت هلیوسنتری سازمان یافته است. به همین دلیل ، کوکیا ژئوسنتریسم را که در همه جا در معرض نیچه قرار گرفته است ، „وفاداری به زمین“ قلمداد می کند. این نیز یک زمین مستقل را پیش فرض می داند ، که وجود ندارد. زمین را نمی توان از خورشید جدا کرد.

Wenn folglich Platon behauptet, der Mensch sei ein Gewächs, „das nicht in der Erde, sondern im Himmel wurzelt“, formuliert das Emanuele Coccia zu folgenden Zeilen um:

„Dem schlafwandlerischen, nachtgeweihten Realismus der modernen und postmodernen Philosophie müsste man einen neuen Heliozentrismus gegenüberstellen, ja besser noch eine Extremisierung der Astrologie. Es geht dabei nicht oder zumindest nicht einfach nur um die Behauptung, dass die Gestirne uns beeinflussen, dass sie unser Leben steuern, sondern darum, dieser Erkenntnis gleich hinzuzufügen, dass auch wir die Gestirne beeinflussen, denn die Erde selbst ist nur ein Gestirn unter den anderen, und alles, was auf ihr (und in ihr) lebt, besitzt die Natur der Gestirne. Es gibt überall nur Himmel, und die Erde ist ein Teil davon, ein partieller Aggregatzustand.“

Es ist sonach den Pflanzen zu verdanken, dass das Leben kein rein chemisches Faktum ist, sondern ein kosmisches, genauer: ein astrologisches.

هنگامی که افلاطون ادعا می کند که انسان گیاهی است „ریشه در زمین ندارد بلکه در بهشت ​​است“ ، امانوئل کوکیا خطوط زیر را دوباره اصلاح می کند:

„واقع گرایی پیاده روی در خواب ، شبانه فلسفه مدرن و پست مدرن باید با یک هلیوسنتریسم جدید یا بهتر از این ، افراط در طالع بینی در تضاد باشد. این فقط یا فقط در مورد این ادعا نیست که ستارگان بر ما تأثیر می گذارند ، که آنها زندگی ما را کنترل می کنند ، بلکه به این دانش افزوده است که ما همچنین بر ستاره ها تأثیر می گذاریم ، زیرا زمین در میان آنها فقط یک ستاره است و هر آنچه روی آن زندگی می کند (و در آن) ماهیت ستاره ها را دارد. فقط بهشت ​​در همه جا وجود دارد و زمین بخشی از آن است ، یک دولت جمعاً جزئی. „

به لطف گیاهان است که زندگی یک واقعیت کاملاً شیمیایی نیست ، بلکه یک واقعیت کیهانی است ، دقیق تر: یک واقعیت نجومی.

Emanuele Coccia erweist sich mit seinem Essay „Die Wurzeln der Welt“ als Vertreter einer Sonderform des Panpsychismus – und als Übersetzer bzw. Verstoffwechsler jenes abrahamitischen Mythos, wonach der Atem Gottes die Materie belebt. Atem und Geist besitzen gewissermaßen dieselbe Wurzel.

Nach der Lektüre ist klar, dass die Stellung des Menschen im Kosmos eine andere ist als die, die das Christentum ihm zugedacht hat.

پس از خواندن آن ، روشن می شود که موقعیت انسان در کیهان با آنچه مسیحیت برای او در نظر گرفته متفاوت است.

Emanuele Coccia: „Die Wurzeln der Welt. Eine Philosophie der Pflanzen“. Übersetzt von Elsbeth Ranke. München 2018, Hanser.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/emanuele-coccia-die-wurzeln-der-welt-pflanzen-atmen-aus-was.700.de.html?dram:article_id=417807

Ausstellung [plan · e]: planet erde – wERDschätzung – Schulgarten Wilhelm Dörpfeld Gymnasium

Unsere dritte Station war der neu angelgte Schulgarten der jahrgangsübergreifenden Gartengruppe des WDG mit Alexander Spletzer. Die ersten Pflanzungen waren schon im Boden. Nun sollten diese Schilder bekommen. Die Künstlerin Andrea Raak hatte dafür einen Pflanzen-Direktdruck vorbereitet, der den Schüler*innen für die Formenvielfalt der Blätter sensibilisierte und offensichtlich Spaß machte. Gedruckt wurde auf wetterbeständigem Steinpapier.

Die anschließende wERDschätzung auch dieser zweiten Natur auf dem neu gegründeten Schulgelände von Alexander Spletzer! Natur braucht Raum und Aufmerksamkeit.

Ausstellung [plan · e]: planet erde – wERDschätzung – Zahra Hassanabadi

Wir freuen uns, dass die bildende Künstlerin Zahra Hassanabadi sich mit uns auf den Weg gemacht hat, die Erde und ihre Vielfalt ins Bild zu setzen. Ihre freie Auseinadersetzung mit der Sozialen Plastik der gemeinschaftlichen wErdschätzung des Künstlers Frank Fischer alias Freifrank erweitert unseren Blick auf die Pflanzenwelt in unserem Alltag. Die Pflanzen als Vermittler zwischen dem festen Boden und der windigen Luft. Sie sind die Grundlage unseres Lebens auf der Erde, sie sorgen für unseren Sauerstoff, für ein lebensbejahendes Klima. Sie bedürfen unserer Wertschätzung.

„Allein schon durch ihre Existenz verändern Pflanzen ganz global die Welt, ohne sich dabei auch nur zu bewegen, ohne überhaupt zu handeln. Sein bedeutet für sie Welt machen, und umgekehrt ist die Konstruktion von (unserer) Welt, das Weltmachen, nur ein Synonym für das Sein. Und nicht nur die Pflanzen versuchen sich in dieser Koinzidenz: Bei den Organismen ist sie noch viel eindeutiger zu sehen. Damit müssen wir diese Erkenntnis verallgemeinern und schlussfolgern, dass die Existenz jedes Lebewesens notwendigerweise ein kosmogonischer Akt ist.“

Emanuele Coccia

Ausstellung [plan · e]: planet erde – wERDschätzung – Tag des guten Lebens – Mitmenschen

Auf dem Weg zur Tranformation unserens Zusammenlebens und zum Frieden mit der Welt bedarf es engagierter Menschen, einer nachhaltigen Bildungsarbeit und der Erfahrung von Selsbtwirksamkeit. Beim Tag des guten Lebens haben wir einige Menschen getroffen, die wir wirklich wertschätzen! Z.B. vom Friedensgarten bei der Alevitischen Gemeinde, über eine AG zu Solarmobilen, Fridays for Future und die Station Natur und Umwelt. Ein Besuch lohnt sich!

Ausstellung [plan · e]: planet erde – wERDschätzung – Tag des guten Lebens – Ostersbaum

Ein Motto von wERDschätzung ist auch: „Be-Achten, Be-Gegnen, Be-Staunen, Be-Wahren“. So hat sich das Kernteam am Tag des guten Lebens auf den Weg gemacht und den Ostersbaum erkundet. Diese unsere Erde ist in der Stadt meist unsichtbar, verschwunden unter Asphalt, Pflaster und Steinen. Aber die Natur ist nicht unterzukriegen, Pflanzen besiedeln jede Ritze, jede Lücke. Manchmal geben wir ihnen zu unser aller Freude dann doch etwas Raum in den Straßen.

„Pflanzen sind die großen Magier des Lebens. Nicht nur, dass sie das Kunststück fertigbringen, Kohlenstoff und Sonnenlicht zusammen mit Wasser in Leben zu verwandeln –darüber hinaus versetzen sie offenbar auch noch ganze Meere. Pflanzen bilden Welt –und sie leben an zwei Orten–in der Erde und in der Luft. Sie sind amphibisch. Wiewohl selbst an einen Ort gefesselt, haben sie es verstanden, Wind und Insekten in ihren Dienst zu nehmen, um sich über den gesamten Erdball auszubreiten und das Antlitz des Planeten entscheidend zu prägen.“

Eine besondere Art der Wertschätzung:
#Krautschau: Die Pflanzen der Pflasterritzen entdecken

Ausstellung [plan · e]: planet erde – wERDschätzung – Alevitische Gemeinde

Bei unserer ersten Station haben wir die Alevitische Gemeinde Wuppertal mit dem Friedengartenprojekt von Burcu Eke-Schneider besucht:

“ Im Februar 2020 wurde das „Urban Gardening Friedensprojekt im Alevitischen Kulturzentrum Wuppertal eröffnet. Wir sind auf diesen Ort zugegangen und haben dort eine Gruppe gebildet, die aus Mitgliedern der Gemeinde (marginalized group), aus lokalen Menschen und anderen internationalen Teilnehmern besteht. Über das Anlegen von Kräuterbeeten und den Anbau von Gemüse mitten in der Stadt hinaus zielte der Friedensgarten von Anfang an darauf ab, ein gemeinsames Verständnis für gegenseitigen Respekt und die Übernahme von Verantwortung für kommende Generationen zu verbessern.

In diesem Projekt wurden weltweit erstmals Methoden der Friedensforschung auf lokaler und interkultureller Ebene mit den Zielen der Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit und der Transformation der Stadtgesellschaft verbunden. Wir sind die Begründerin von „Micro-level Peacebuilding Methods for Sustainable and Just Cities“ und wurde als Pilotstudie in Wuppertal durchgeführt, um ein vertieftes, vielschichtiges Verständnis für ein komplexes Thema in einem realen Laborkontext zu generieren. Es sollte nicht nur die Probleme an der Wurzel analysieren, sondern auch mit Hilfe von friedensfördernden Ansätzen kultursensible Lösungen vorschlagen: Ziel war es, „naturbasierte Lösungen auf der Mikroebene“ als „neue Form der Dialogmethode“ für eine gerechte und nachhaltige Zukunft zu nutzen. Es entstand ein alternatives Bildungsmodell: „Out of School Space“ für interkulturellen und interreligiösen Dialog.

Die Aktiven treffen sich jeden Freitag ab 13.30 Uhr, wer mag kann gerne mitmachen.

Das Verhältnis der Aleviten zur Natur stand im Zentrum unseres Besuchs. Die Natur ist das wichtigste Gut im Alevitentum. So sagte der heilige Dichter Yunus „Der Schöpfer offenbart sich in der Schöpfung“. Aus diesem Grund ist es die Pflicht jedes Aleviten, die Natur zu schützen.

Can“ – gesprochen: dschan – heißt, bedeutet, ist „Seele“. Can ist nicht nur einfach ein Wort, auch nicht nur ein Begriff, can ist eine Kategorie menschlicher Existenz wie die Kategorien Raum und Zeit. Die Seele ist für Aleviten allgegenwärtig. Aleviten erfahren Seele in zwei Qualitäten: als Totalqualität und als Individualqualität. Die Totalqualität besteht darin, dass Gott und Schöpfung für Aleviten eine Einheit darstellen, deren erfahrbarer Ausdruck die göttliche Beseeltheit der Schöpfung als ganzer ist. Aus Can als Gesamtseele erwachsen immer wieder neu Individualseelen (türkisch: canlar), die ihre göttliche Herkunft nicht verlieren. Mit dem körperlichen Tod eines Menschen kehrt die Individualseele zurück in die Gesamtseele, um dort erneut zur Quelle neuer Individualseelen zu werden. Die göttliche Gesamtseele äußert und entwickelt sich also, in dem sie wiederum ständig neue Seelen hervorbringt und wieder in sich aufnimmt.

Quelle: http://bdaj-nrw.de/images/pdf/Natur-und_Gottesverstaendnis_im_Alevitentum_Gebauer_Wagner.pdf

Baglama ist eine Langhalslaute (Saz), die in der alevitischen Tration eine tragende und zentrale Rolle spielt.

Alevitische Ritual- und Glaubenspraxis ist stark von mündlicher Überlieferungskultur geprägt. Das Wissen über ihren Glauben wurde von Generation zu Generation vor allem in Gedichten und Liedern erhalten und weiter gegeben. Die Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur wird in vielen Muhabbets (Beisammensein-Gesprächen) und Cems immer wieder erwähnt. Eine Cem-Zeremonie ohne Musik ist unvorstellbar und für die Ausübung der religiösen Pflichten unverzichtbar, so z. B. der Semah-Tanz. Für viele Aleviten gilt die auf der Bağlama gespielte Musik als eine göttliche Offenbarung. 

Unsere Online-Quelle für alle die weiterlesen wollen: Natur und Alevitentum (bdaj-nrw.de) und die Wikipedia

Ausstellung [plan · e]: planet erde – wERDschätzung – HUMUS-Installation der Künstlers Freifrank

wERDschätzung richtet den Blick nach unten auf den Boden, auf die Erde – es ist die Gestik, sich nach unten zu wenden und zu schauen auf welchem Urgrund wir uns bewegen, und diese beinhaltet auch eine gewisse Haltung der Demut und der Neugier dafür, was sich „da unter mir alles abspielt“. Das ist wesentlich für wERDschätzung.

Im Alltag treten wir unsere Erde gedankenlos mit Füßen. Bei der Kunstinstallation war das Betreten des Hunus gewünscht und ein besonderes sinnliches Erlebnis, an dem ganze Familien Spaß hatten. Denn „wer als Kind im Dreck spielt, schützt sich vor Allergien und bekommt ein besseres Immunsystem. Was unsere Großeltern immer schon wussten, wurde nun von Forschern der Genfer Universitätsspitäler wissenschaftlich belegt.“ 

enorm-magazin.de

Ausstellung [plan · e]: planet erde – wERDschätzung Wuppertal

Die partizipative Kunst- und Mitweltaktion plan e: planet erde ist zur Erkundung der Erde in Wuppertal unterwegs. Bunt und vielfältig – wie die Stadt – gilt es an unterschiedlichen Orten, unseren Bezug zur Erde bewußt zu machen und aufzufrischen oder herzustellen. Gärtnern, Geschichten, künstlerische Praktiken gehören dazu, wie kürzlich mitten in Elberfeld in und mit der Alevitischen Gemeinde.

plan e: planet erde lud und lädt begleitend zur Installation zu einem Ausschwärmen im Quartier Ostersbaum ein: Wir haben und wollen weiterhin unsere Stadt erkunden, „Wilde Ecken entdecken“und wERDschätzungs-Rahmen auslegen und fotografieren.

Besuchen Sie unsere Ausstellung zur Aktion im ADA ab dem 1. August

Tag des guten Lebens, 20. Juni von 11-18 Uhr HUMUS-Installation auf dem Platz der Republik, Wuppertal – Ostersbaum

Als besondere Aktion hat plan e den Künstler Frank Fischer alias Freifrank aus Süddeutschland eingeladen, vier Kubikmeter Humus zentral auf dem Platz der Republik in Szene zu setzen, wie er es zum Geburtstag von Joseph Beuys am 12. Mai auf dem Odeonsplatz mitten in München schon getan hat.

Die Aktion lief am 20. Juni, mitten am Tag des guten Lebens am Ostersbaum von 11 – 18 Uhr. Alle Besucher waren eingeladen, die Installation einzeln zu betreten und der Erde zu begegnen. Den reifen Humus bearbeitete und begrüßte Freifrank achtsam mit Händen und Füßen und verneigte sich auf diese Weise vor dem Boden. Acht sternförmig angeordnetete rote Läufer weisen den Weg zum Humus. Wer schon einmal frischen Waldboden oder die Erde aus einem Maulwurfshügel in der Hand hatte, kennt das haptische Erlebnis, dieses Gefühl von lebendiger Energie und den besonderen Duft. Sich mit allen Sinnen der Erde wertschätzend zuwenden ist ein Er-innern und Ver-innerlichen.

„Staunen, wertschätzen, schützen“ ist das Motto dieser Aktion, die einlädt, in ein vertieftes Wahrnehmen zu gehen und sich bewusst mit der Erde zu verbinden, sowohl als Boden, auf dem wir uns bewegen, als auch als blauen Planeten, auf dem und mit dem wir leben. Unterhalb der mit einem wERDschätzungsrahmen umrahmten Humus-Fläche leben in einer Tiefe von 30 cm 1,6 Billionen Lebewesen im Boden.

Bis heute waren über 300 Menschen auf der ganzen Welt unterwegs, um an einem Ort ihrer Wahl einen der originalen wERDschätzungsrahmen des Künstlers Freifrank auszulegen, ihre individuelle wERDschätzung durchzuführen und fotografisch zu dokumentieren. Nehmen wir vor Ort teil, machen wir mit.

Die Fotodokumente der Teilnehmenden werden später online zu finden sein, unter http://www.werdschaetzung.de

Bildrechte: Frank Fischer

Die gemeinschaftliche Aktion wERDschätzung, die Frank Fischer 2018 gestartet hat, basiert auf dem erweiterten Kunstbegriff nach Beuys und führt den Ansatz der Sozialen Plastik weiter zur Idee einer „Ökologischen Plastik“: Mensch und Natur verbunden in gestaltender Lebendigkeit. Die Erde ist unsere lebensnotwendige Grundlage, erhalten und fördern wir sie.

Übrigens: Nach dem Tag des Guten Lebens darf im hinteren Bereich vom ADA-Platz dann Humus abgeholt werden für das eigene Beet.

Mit herzlichem Dank an die Förderer:
Fonds Soziokultur aus dem Programm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) „NEUSTART KULTUR“, Gesellschaft Lebendige Landwirtschaft gGmbH, renaissance Immobilien und Beteiligungen Aktiengesellschaft und das Kulturbüro Wuppertal.